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Muskelabbau bei älteren Menschen


Neben sonstigen degenerativen Zipperlein im Alter, Schwerhörigkeit, Gleichgewichtsstörungen bis hin zu Schwindelattacken, ev. auch schlechteres Sehvermögen, tritt im Alter eine weitere Störung auf: der Muskelabbau. Ich rede hier gar nicht von der Schonhaltung, die manche Menschen betreiben, um Knieschmerzen, Hüftgelenkschmerzen, Rückenschmerzen etc zu vermeiden, sondern von einem generellen Muskelabbau im Alter, der selbst aktiv Sport treibende alte Menschen betreffen kann. Noch größer ist dieser Muskelabbau selbstverständlich bei Menschen, die Rollatoren oder Rollstühle benutzen, aus welchen Gründen auch immer. Hier werden ganze Muskelgruppen stillgelegt, unterfordert, mit entsprechendem Muskelabbau.

Die Ernährungsmedizin weiß heute: Proteine müssen insbesondre im Alter stärker zugeführt werden. Proteine und Aminosäuren sind die wichtigsten Bausteine des Lebens. Ohne eine Begründung dafür angeben zu können, weiß die Medizin heute, dass im Alter der Muskelabbau immens ist und dass es im Alter extrem schwierig ist, Muskelmasse aufzubauen oder gar zu erweitern. Auch weiß die Medizin heute: Krafttraining ohne Proteinzufuhr im Alter bringt gar nichts, erst wenn man zusätzlich Proteine zuführt, wird fettfreie Muskelmasse aufgebaut. Übrigens: anders als Kohlenhydate oder Fette kann  man ein Zuviel an Proteinen nicht zuführen, denn Proteinüberschuss wird mit dem Urin als Harnsäure ausgeschieden, eine irgendwie geartete Speicherung findet nicht statt. Die Aminosäuren, aus denen Proteine bestehen, sind reine Bausteine für unsere Muskeln, unsere Enzyme und für einige Hormone in unserem Körper. Neun der zwanzig essentiellen Aminosäuren müssen wir mit der Nahrung aufnehmen. Unser Körper kann sie nicht selbst produzieren. Zwar gibt es Empfehlungen für ältere Menschen, wie viel Protein sie extra zuführen sollten, nämlich 0,8 Gramm pro Kilo Körpergewicht, dies scheint jedoch bei weitem zu niedrig angesetzt, um einem Verlust an Muskelmasse  zu vermeiden. Das Doppelte, nämlich 1,6 gr bis 2,2 gr pro Tag und Kilogramm Körpergewicht scheint neueren Studien nach angepasster zu sein. 140gr bis 180gr scheint demnach für einen Menschen mit 90kg Gewicht und normaler Nierenfunktion die richtige Menge zu sein. 130gr bis 175gr respektive für 80kg Körpergewicht, 110 bis 150 für 70kg. Aufgeteilt auf vier Proteingaben pro Tag á 45gr, resp. 37gr, resp. 30gr, geht möglichst wenig davon durch Oxidation verloren.

Laut einer Studie des UCLA vom Juni/Juli 2026 benötigen CD8+ T-Zellen - oft "T-Killerzellen" (Zytotoxische T-Zellen) genannt - signifikante Energie, um Tumore zu infiltrieren und zu zerstören. Wenn diese Zellen in die Tumormikroumgebung gelangen, werden sie oft erschöpft und verlieren ihre funktionelle Kapazität. Das Forscherteam entdeckte, dass die Aufnahme von Kreatin für diese Zellen unerlässlich ist, um ihre metabolische Fitness zu erhalten. Durch die Ergänzung mit Kreatin beobachteten die Forscher, dass T-Zellen besser gerüstet waren, um in der nährstoffarmen Umgebung eines Tumors zu überleben und ihre Anti-Tumor-Aktivität beizubehalten.

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